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alternative Andickungsmittel (Behandlungen)

Susanne Wagner ⌂ @, Leipzig, Mittwoch, 22. März 2006, 13:42 (vor 3050 Tagen)

Hallo alle,
das mit den Andickungsmitteln für Getränke wird verfahrener. Inzwischen mehren sich die Meldungen, dass Krankenkassen selbst nach vorheriger Zustimmung mit Verweis auf das BSG-Urteil (siehe dieser Thread), Rückzieher machen.

Ein Argument ist, dass es ja handelsübliche Produkte gäbe, die man verwenden könne. Ich übersetze das jetzt mal frei mit: nehmen sie doch "Mondamin Fix Soßenbinder", das macht dasselbe, kostet einen Bruchteil und ist außerdem eh in jeder Küche vorhanden.

Frage: Was passiert, wenn man versucht, Wasser, Saft, Tee, Kaffee mit solchen Bindern anzudicken? Klappt das? Wie schmeckt das? Was passiert, wenn man den Soßenbinder in eine erkaltende Soße rührt? Sind das tatsächlich Alternativen (dann sollte man sie nutzen, schon um Geld zu spaeren)? Oder ist das eine Argumentation von Leuten, die eine für andere eventuell lebenswichtige Frage theoretisch am Bürotisch entschieden haben?

Bitte schreibt Eure Erfahrungen! Danke!
Susanne

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alternative Andickungsmittel

A. Monjé @, Duisburg, Mittwoch, 22. März 2006, 16:58 (vor 3049 Tagen) @ Susanne Wagner

Hi Susanne,

ich bin ja eher weniger die Köchin ;-), kann mir aber nicht vorstellen, dass das funktioniert. Vom schmecken mal ganz abgesehen. Das Mondamin dickt an, wenn man es aufkocht. Da die Getränke meist kalt sind bzw. wohl nicht extra aufgekocht werden, weiß ich nicht wie das funktionieren soll. Ich schätze, wenn man es in kalte/warme Getränke einrührt, setzt es sich am Boden ab oder klumpt. Interessante Frage, ist wie geschaffen für ein kleines Experiment zuhause :-)

Liebe Grüsse, Andrea

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alternative Andickungsmittel

Susanne Wagner ⌂ @, Leipzig, Mittwoch, 22. März 2006, 17:45 (vor 3049 Tagen) @ A. Monjé

» ist wie geschaffen für ein
» kleines Experiment zuhause :-)
Meine Mutter hat experimentiert und Mondamin in den eben gebrühten (also noch heißen) Kaffee gerührt. Ergebnis: Null. Es passiert gar nichts. Man muss, wie Du vermutet hast, das ganze mindestens 1 Minute lang aufkochen. Verbietet sich also von selbst für kalte Getränke, und wie eine Pflegekraft die Suppe in dem in der Großküche befüllten Teller noch mal aufkochen soll, kann wahrscheinlich auch keiner wirklich erklären.

Solche Soßenbinder kann das Bundessozialgericht also nicht gemeint haben, als es die Kostenübernahme für Andickungsmittel abgelehnt hat, (u.a.) weil es ja handelsübliche Produkte gibt, die man einsetzen kann.

Was könnte es denn sonst noch sein? Kann man Gelatine, Johannesbrotkernmehl oder Ager Ager nehmen? Kurz: Gibt es irgend etwas anderes im Supermarkt, das man statt der Andickungsmittel einsetzen könnte?

Bitte denkt mal alle mit dran rum - wir werden sicherlich noch mehr Streitigkeiten auf diesem Gebiet bekommen. Für die Betroffenen geht es um bis zu 1000 Euro im Jahr, die solche Andickungsmittel kosten können. (Für die Krankenkassen ist das aber immer noch weniger als eine PEG-OP mit den entsprechenden Nahrungsbeuteln, von daher ist mir unklar, warum die sich so anstellen. Großes Rätsel...)

Danke!
Susanne

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alternative Andickungsmittel

HMBrodowsky, Mittwoch, 22. März 2006, 17:57 (vor 3049 Tagen) @ Susanne Wagner

Eine kurze theoretische Antwort von mir – leidenschaftliche Köchin und auch Physikerin, die sich beruflich mit Vernetzung und Andickung beschäftigt hat – auch wenn ich bislang nicht selbst mit Andickungsmitteln zu tun hatte...

Die gängigen Andickungmittel erfüllen die folgenden Anforderungen:
- geschmackneutral
- lebensmitteltauglich
- für heisse wie kalte Flüssigkeiten anwendbar – man will ja nicht jedes Glas Orangensaft aufkochen
- die Konsistenz sollte sich beim Abkühlen von z.B. Tee in der Tasse bei Trinktemperaturen zwischen 70°C und 40°C nicht zu sehr ändern
- bezahlbar (ca. 3 Euro pro Tag – ok, die Anbieter verdienen da noch ne goldene Nase dran – aber fuer die Krankenkassen sind das peanuts im Vergleich zu anderen Kosten)


Nehmen wir mal Speisestaerke.
Geschmackneutral lebensmitteltauglich preiswert
Aber man muss sie aufkochen und die Konsistenz aendert sich mit der Temperatur.
Geht also für die selbstgekochte Suppe, aber nicht für Saft oder Dinge, die man nicht erwärmen will, oder die beim Aufkochen den Geschmack verlieren.

Hanna

PS ein paar Worte zum Hintergrund:

Die Andickungsmittel beinhalten üblicherweise
Hydroxypropyldistärkephosphat (E 1442)

Das gab es offenbar mal ein halbes Jahr lang als „Dr. Oetker Gustin Fix Speisebinder ohne Kochen“, das Produkt wurde dann aber wieder eingestellt. (es gibt ein Gerichtsurteil von 2001, das sich darauf beruft, die Patientin haette das statt „Quick und Dick nehmen sollen)
Und es gab wohl mal ein Gesetz, dass den Vertrieb von in Deutschland hergestellten Lebensmitteln mit E 1442 verbietet. (
http://www1.ml.niedersachsen.de/47a/1995/1995-024-00.htm )

eine google suche nach "soßenbinder ohne Kochen" findet nichts.

Vielleicht gibt es da ja als Chemikalie in der Apotheke oder beim Chemikalienversand in Lebensmittelqualität?
Es wird auch für Cremes eingesetzt, oder für Fertignahrungsmittel. Die Hersteller werden es aber nicht gern in kg Mengen abgeben. Aber vielleicht kennt wer eine Apotherkerin, die sich vorstellen kann, einen kubikmeter abzunehmen und dann im Kilogrammmaßstab weiterzuverkaufen? Sie duerfte ja auch etwas verdienen dabei...

War grad herumgesponnen... aber vielleicht waers ja ein Weg.

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alternative Andickungsmittel

A. Monjé @, Duisburg, Mittwoch, 22. März 2006, 22:28 (vor 3049 Tagen) @ Susanne Wagner

» » ist wie geschaffen für ein
» » kleines Experiment zuhause :-)

So, bin fertig in meiner Hexenküche.
Mondamin wie Susanne bereits sagte – es passiert nichts. Löst sich zwar in Wasser auf, aber dickt wahrscheinlich nur dann an, wenn man die ganze Packung hinein schüttet – da wären wir wieder bei den Kosten ;-)
Mehl dickt gut an bei kalt und warm, schmeckt aber eklig (zumindest in Wasser).
Gelatine wird sicher als Andickungsmittel gehen (ist ja auch in Wackelpudding, Joghurt etc. drin), hab ich gerade nicht im Hause.


Was ein Glück, dass es heute Internet gibt. Dort habe ich noch folgende Seite gefunden (wenn das mit dem Verlinken denn diesmal klappt):
http://www.was-wir-essen.de/abisz/verdickungsmittel.cfm

Soweit erst einmal von mir...

Andrea

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alternative Andickungsmittel

HMBrodowsky, Donnerstag, 23. März 2006, 09:26 (vor 3049 Tagen) @ A. Monjé

» » » ist wie geschaffen für ein
» » » kleines Experiment zuhause :-)


Wir waren gestern mal "shoppen" und haben gekuckt, was es denn an Andickungsmitteln "ohne Kochen" im Supermarkt gibt. Hier eine Zusammenfassung der Gebrauchsanweisungen.

Dr. Oetker Gelatine ohne Kochen
Muss eine Minute eingerührt werden, und manche Menschen (VegetarierInnen) mögen keine Gelatine, geht nicht mit allen Flüssigkeiten (Mangosaft z.B. enthält Enzyme - aber es sind nicht viele)

Sahne Steif
(enthält Zucker, Weizenmehl, Stärke)
muss auch längere Zeit eingerührt werden, und ist schon gesüßt.

Ruf Cremeverfestiger
(enthält Zucker, Stärke)
muss auch eine Minute eingerührt werden, ist auch schon gesüßt
weiterer Zucker darf erst später zugegeben werden

ist also alles schon wegen der Einrührzeit nichts für z.B. den Pflegeheimalltag.

Wir haben alles Verfügbare gekauft und werden usn am Wochenende mal ans experimentieren machen... melden uns dann...

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alternative Andickungsmittel

Heike Hasmann @, 46342 Velen, Montag, 27. März 2006, 10:27 (vor 3045 Tagen) @ Susanne Wagner

Hallo!

Zu den Andickungsmitteln: nachdem auch die BEK bei uns in Borken die Kostenübernahme für Quick & Dick abgeleht hat, verwenden wir jetzt alternativ das Andickungsmittel Bindobin (auch Biobin genannt), dass es im Reformhaus gibt und auch von unserer Logopädin empfohlen wurde. Es ist günstiger als Quick und Dick, man braucht wenig, und es funktioniert genauso gut. Den genauen Preis, Inhalt und Menge pro Anwendung muss ich nochmal bei meiner Mutter erfragen, schreibe ich Euch dann.
Viele liebe Grüsse

Heike Hasmann

  9864 mal gelesen

Test Bindobin und Guarkernmehl

HMB, Donnerstag, 13. April 2006, 11:16 (vor 3028 Tagen) @ Heike Hasmann

Test Bindobin und Guarkernmehl

Ich wollte das Bindobin mal ausprobieren.
Im Reformhaus-Regal stand neben Bindobin noch das Andickungsmittel Guarkernmehl. Hab ich dann auch gleich gekauft, zumal es preiswerter ist.
Hier nun ein Test der beiden.
Der dazugehörige Vergleich mit Quick und Dick folgt dann demnächst irgendwann.

Bindobin
Hersteller Tartex, ca. 6 Euro pro 100 g Glas
Bindobin besteht aus Johannisbrotkernmehl
Es ist ein unverdaulicher Mehrfachzucker der aus den Früchten des Johannesbrotbaums gewonnen wird. Auch als Carob bekannt. Es quillt in kalten und heissem Wasser auf und bindet dadurch.
Quasi kalorienfrei.
Als Lebensmittelzusatz unbeschränkt zugelassen als E 410
Wird industriell genutzt für Eiscreme, Puddinge, Fertigsuppen etc.
Jedes Glas Bindobin enthält ein praktisches Messlöffelchen für 1 g

(Johannesbrotkernmehl ist offenbar auch noch von anderen Herstellern erhältlich, z.B. Rapunzel im Bioladen)

Guarkernmehl
Hersteller Natura, 3 Euro pro 110 g Packung
Guarkernmehl ist ein unverdaulicher Mehrfachzucker der aus der Guarpflanze gewonnen wird. Es quillt in kalten und heissem Wasser auf und bindet dadurch.
Kalorienfrei.
Als Lebensmittelzusatz unbeschränkt zugelassen als E 412
Wird industriell genutzt für Eiscreme, Puddinge, Fertigsuppen, auch in Haargel etc.

Gesundheitliche Aspekte
Beide Andickungsmittel sind für die Zugabe zu Lebensmitteln als unbedenklich eingestuft.

Sie werden verkauft als Lebensmittelzusatz,
also z.B. zum kalorienfreien Andicken von Soßen (da würde man dann max 2 g / Tag zu sich nehmen).
Beim Andicken von Getränken sind die Mengen ja etwa 10 mal so hoch.

Im Netz findet sich zu beiden Mitteln die Warnung, sie seien in größeren Mengen leicht abführend. Offen bleibt, was eine "größere Menge" ist.
Auf den Packungen steht jeweils, man solle nicht mehr als 2g/100 ml nehmen - offen bleibt, ob sich das auf die Abführwirkung bezieht? Es wird aber keine maximale Tagesdosis genannt.
(Hab da bei den Herstellern nachgefragt.)
Wenn man eines der Mittel zum Andicken von Getränken nimmt, landet man bei 15-25g pro Tag!

Johannisbrotkernmehl kann Allergien auslösen.

Bei Guarkernmehl kommt hinzu, dass es weniger gut untersucht ist als Johannisbrotkernmehl.
Es darf bis zu 6% Schalen beinhalten, und die können u.U schadstoffbelastet sein, oder haben vielleicht auch selber giftige Anteile, (weshalb in industriellen Bioprodukten eher Johannisbrotkernmehl eingesetzt wird), und es ist im Zusammenhang mit anderen Schädigungen oder Einschränkungen genannt worden , die aber noch nicht wissenschaftlich belegt oder widerlegt sind (die verschiedenen Quellen im Web geben da auch unterschiedliches an). Aber wie gesagt, es ist als Lebensmittel zugelassen, kann also nicht eindeutig giftig sein. Muss jeder selbst sehen.

Der Text ist zu lang für einen Forumsbeitrag, der Rest folgt dann gleich...

  10717 mal gelesen

Test Bindobin und Guarkernmehl

HMB, Donnerstag, 13. April 2006, 11:18 (vor 3028 Tagen) @ HMB

zweite Hälfte des Tests von Johannisbrotkernmehl (Bindobin) und Guarkernmehl
der erste ist in dem andern Forumsbeitrag
(sie passten ncht in einen)


Der Test:
Wir haben jeweils 100 g Leitungswasser untersucht.
kalt, warm (aus dem Wasserhahn - 60°C) und heiss (nach dem Aufkochen ins Glas, da etwa 80°C)
Zum Abmessen des Andickmittels wurde jeweils der 1 g Messlöffel aus dem Bindobinglas verwendet.

Bindobin
Herstellerangabe:
andicken mit 1 Gramm / 100 ml
Für heisse Flüssigkeiten Pulver im heissen Zustand zugeben und dann aufkochen

Löst sich problemlos mit einmal herumrühren auf
Diese Menge bewirkte bei kaltem Wasser ein leichtes Andicken, beim Rühren kaum merkbar, aber die Konsistenz im Mund war anders: dicker, aber ganz leicht körnig. Die Konsistenz blieb über 15 min stabil. Ein zweites Gramm Bindobin bewirkte, dass die Konsistenz auch beim Rühren merklich dicker wurde, im Mund erst recht. Wieder war die Konsistenz stabil.

Bei warmen und heißen Wasser:
Stärkere Andickwirkung (1 g zu heissem Wasser bewirkt die gleiche Andickung wie 2 g zu kaltem Wasser), Konsistenz im Mund nicht mehr „körnig“ sondern sämiger. Offenbar löst sich das Bindobin in kaltem Wasser doch nicht ganz auf. Aufkochen, wie in den Herstellerangaben empfohlen, ist aber nicht nötig.

Geschmack: schwach aber spürbar, leicht metallisch.

Guarkernmehl
Herstellerangabe:
andicken mit 1 Gramm / 100 ml
Für heisse Flüssigkeiten Pulver im heissen Zustand zugeben und dann aufkochen

Löst sich mit drei- bis fünfmal herumrühren auf
Diese Menge bewirkte bei kaltem Wasser zunächst ein leichtes Andicken, beim Rühren kaum merkbar, die Konsistenz wurde aber nach und nach dicker, nach 15 min dicker als bei der doppelten Menge Bindobin. Konsistenz im Mund sämiger, cremiger als Bindobin. Zwei Gramm Guarkernmehl bewirkte, dass die Konsistenz sofort auch beim Rühren merklich dicker wurde, im Mund erst recht, nach 15 min so dickflüssig, dass das angedickte Wasser nicht mehr vom Löffel fließt.

Es ist natürlich etwas unpraktisch, wenn man das Getränk nicht entweder sofort und binnen einer Minute trinken will (dann 2 Löffelchen), aber auch nicht 15 min warten will. Der Normalfall ist ja, das man gleich zu trinken anfangen will, dann aber eben langsam Schluck für Schluck weitertrinken, ohne dass das Getraenk sich in der Zeit aendert...

Wir haben deshalb versucht, einen stark angedickten Ansatz in Wasser zu machen, damit der in Ruhe aufquellen kann - und man dann eben später einen Löffel zum Tee oder Saft dazugibt. Das hat im ersten Ansatz erst einmal nicht geklappt, ist aber vielleicht mit etwas Übung möglich.

Bei warmen und heißen Wasser:
Stärkere Andickwirkung (1 g zu heissem Wasser bewirkt die gleiche Andickung wie 2 g zu kaltem Wasser). Offenbar löst sich das Guarkernmehl in heissem Wasser besser auf. Aufkochen, wie in den Herstellerangaben empfohlen, ist aber nicht nötig.


Geschmack: schwach aber spürbar, leicht metallisch.


Ein Test, ob Säure wie z.B: in Saft eine Rolle spielt, haben wir auch gemacht: einfach einen Esslöffel Zitronensaft zum Wasser (das sollte sauer genug sein - aber es sieht noch so aus wie Wasser, so dass man es besser vergleichen kann als z.B. Orangensaft, der ja von sich aus eine andere Konsistenz und Farbe hat)
Die Säure hatte aber keinen Einfluss.

Mineralwasser schäumt sehr, es bleibt nicht viel Sprudel übrig.


Preis:
Nehmen wir an, ein Mensch möchte am Tag einen Liter Kaltgetränke und einen halben Liter Heissgetränke trinken.
Bindobin: 25 g/ Tag, also etwa 1,50 Euro
Guarkernmehl 15 g / Tag, also etwa 0,50 Euro

Fazit: Guarkernmehl ist billiger und angenehmer im Mund, aber weil es langsam aufquillt für viele Anwendungen unpraktischer.

Fazit:
Beide Mittel sind deutlich preiswerter als der Preis von 3 Euro pro Tag, der irgendwo im Forum für Quick und Dick genannt wurde.
Man kann es ja mal probieren, das eine oder andere oder auch beide Mittel parat zu haben, und wenn es passt eben alternativ damit anzudicken.

Schöne Ostern und alles Gute Euch allen!
Hanna

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Nebenwirkungen Bindobin und Guarkernmehl

HMB, Mittwoch, 19. April 2006, 10:53 (vor 3022 Tagen) @ HMB

Mittlerweile haben sich beide Firmen zurückgemeldet.
Ich hatte explizit nach einer Tages-Höchstdosis gefragt,
und nach der Packungsangabe, nicht mehr als 1g / 100 ml zuzugeben (was ja bei Bindobin und kaltem Wasser wenig ist)
und auch erklaert dass es um das Andicken von Getränken im zusammenhabng mit krankheitsbedingten Schluckstörungen geht.


Hier ihre Antworten:

Bindobin / Johannisbrotkernmehl
Zitat
" Der Warnhinweis auf unserem Tartex Bindobin ist die gesetzlich
vorgeschriebene Höchstmenge, die nicht auf einmal zu sich genomen werden
sollte. Bei Überschreitung kann es, wenn Sie es auf einmal und mit zu
wenig Flüssigkeit zu sich nehmen, zu Darmverschlüssen kommen.

Bedauerlicherweise haben wir auch keinerlei Erfahrung mit so hohen Mengen
pro Tag. Es ist jedenfalls ratsam es gut über den Tag verteilt und mit
sehr viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Fangen sie am besten erstmal mit
kleineren Dosierungen an und prüfen Sie die Verträglichkeit.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit dieser Information weiterhelfen und
verbleiben

mit freundlichen Grüssen
Tartex + Dr.Ritter GmbH
-Kundenservice- "

Guarkernmehl
Zitat
" Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben wurde der Packungstext geändert. Der Warnhinweis wurde gestrichen. Eine max. Tagesdosis wurde nicht festgelegt. Guarkernmehl ist ein Ballaststoff, der die Verdauung anregt. Er bindet im Darm Wasser, so dass beim Verzehr von Guarkernmehl unbedingt genuf Flüssigkeit aufgenommen werden muss. Das dürfte bei Ihrer Verwendung aber gegeben sein. Sollten Sie an weiteren ausführlichen Informationen interessiert sein geben Sie uns bitte Ihre Anschrift bekannt. Sie erhalten diese dann kostenlos und unverbindlich.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Naturawerk
Gebr. Hiller GmbH & Co. KG "

mein Kommentar
Na gut, mit zu wenig Flüssigkeit nimmt man weder das eine noch das andere Mittel zu sich. Aber ein Getränk mit Andicker zu trinken, damit der Körper genug Flüssigkeit hat, um mit dem Andicker klar zu kommen ist ja Unfug, oder?
Es geht doch darum, dem Körper Flüssigkeit zur Verfügung zu stellen?

immerhin erklaert Natura, warum man Darmverschluss bekommen kann, obwohl das Mittel abführend wirkt.

Aber Hand aufs Herz, es klingt beides nicht wirklich vertrauenerweckend.

Ich hab leider derzeit keine Möglichkeit, "Quick und Dick" oder ein anderes Mittel zu vergeleichen.

vielleicht kann mal jemand posten, der damit Erfahrungen hat?
Was kostet denn das Andicken damit, für eine Woche oder fuer einen Tag...
Irgendwo hab ich mal 3€/Tag gelesen.
quillt es gleichmäßig bei allen Getränk-Temperaturen,
quillt es sofort oder muss man ein wenig warten,
bzw.aendert es sich noch in den ersten Minuten /Viertelstunde?

Es gibt ja ein Gerichtsurteil dazu, das besagt, dass der finanzielle Aufwand vertretbar sei und dass man ja auch auf andere Mittel (Haushaltsmittel) ausweichen kann - als Begründung dafür, dass die Kassen das "Quick und Dick" nicht übernehmen müssen.

Viele Grüße,
Hanna

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