Gesellschaft zur Förderung der Belange von Betroffenen der Progressiven Supranukleären Blickparese (PSP)
Wolfgang Götz ist am 6.Februar 2009 verstorben. Der Vorstand der PSP-Gesellschaft hat einen wunderbaren Mitstreiter verloren. Wolfgang war ein warmherziger und zielstrebiger Kumpan bei all unseren Vorhaben, er hatte immer mehrere große Projekte in Arbeit. Einige hat er nicht vollenden können.
Wolfgang Götz, 1942 geboren, machte eine Apothekerlehre, studierte Pharmazie und promovierte 1976 über ein Pharmazie-historisches Thema. Seit Mitte der 80er Jahre litt er an Morbus Parkinson, Mitte der 90er Jahre kamen Halswirbelsäulen-Operationen und Osteoporose hinzu.
Nachdem er 1997 verrentet worden war, arbeitete er intensiv in der Patienten-Selbsthilfe. 1997 wurde er 1. Vorsitzender der Deutschen Parkinson-Vereinigung. Mehr und mehr Menschen lernten den kleinen umtriebigen Mann kennen, der oft mit „Halskrause“ unterwegs war.
Wolfgang Götz unterstützte viele PSP- und Parkinson-Patienten mit seinem fundierten Wissen über medikamentöse Therapien. Er beriet regionale Selbsthilfegruppen und vermittelte Kontakte. Auch als Reiki-Meister half Wolfgang Götz vielen Menschen, die an Parkinson-Syndromen erkrankt waren. Mit seiner Internetplattform "Parkinson-World.com" trug er zum breiteren Verständnis neurodegenerativer Erkrankungen bei. 2008 bekam Wolfgang Götz für sein Wirken in der Patienten-Selbsthilfe das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Zur PSP-Gesellschaft kam Wolfgang 2007 - den Vorsitz der DPV hatte er abgegeben. Seine vielen Kontakte, seine Bekanntheit und seine Erfahrungen waren für uns ein Geschenk. Seine integrative Art machte die Zusammenarbeit angenehm. Wolfgang war unkonventionell im besten Sinne: Nachts um 12 konnte man bei ihm anrufen, unsere Diskussionen waren geradlinig, offen und von gegenseitiger Wertschätzung geprägt.
Wir werden versuchen, Wolfgangs PSP-Projekte in seinem Sinne fortzuführen. Seinen Kindern, Freundinnen, Freunden und Bekannten gilt unsere Anteilnahme.
Der Vorstand.